Schritt 1: Alte VM-Definition löschen
Öffne dein Terminal (zsh) auf CachyOS und führe folgende Befehle aus:
Bash
# Stoppt die VM, falls sie im Hintergrund noch "läuft"
virsh destroy "Siemens_TIA_Portal_V21[Win_11]"
# Löscht die Konfigurationsdatei aus libvirt (deine .qcow2 Datei bleibt erhalten!)
virsh undefine "Siemens_TIA_Portal_V21[Win_11]"
Hinweis: Falls die UUID im System anders registriert ist als der Name, kannst du auch virsh undefine 97bb2fff-b846-4259-85bf-b7d915635bdb nutzen.
Schritt 2: Die optimierte XML neu einspielen
Anstatt den "Neu erstellen"-Assistenten im Virt-Manager zu nutzen (der oft über UUID-Konflikte stolpert), empfehle ich diesen Weg:
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Erstelle eine temporäre Datei, z.B.
tia_vm.xml, und füge dort die optimierte XML von oben ein. -
Achte darauf, dass die UUID in der Datei entweder gelöscht wird (libvirt generiert dann eine neue) oder exakt mit der in der Fehlermeldung übereinstimmt. Am sichersten ist es, die Zeile
<uuid>...</uuid>einfach komplett zu entfernen. -
Registriere die VM über das Terminal:
Bash
virsh define tia_vm.xml
Schritt 3: Starten
Jetzt kannst du den Virt-Manager öffnen. Die VM sollte in der Liste erscheinen. Klicke auf "Öffnen" und dann auf das "Play"-Symbol.
Warum das passiert ist
Beim ersten Versuch hat der Virt-Manager die VM bereits in der Datenbank von libvirt angelegt (define). Als der Prozess wegen des Grafik-Codecs abbrach, wurde die Definition nicht automatisch gelöscht. Jeder weitere Versuch, eine VM mit diesem Namen zu erstellen, scheitert nun an dem "Besetzt"-Status der Datenbank.
Zusatz-Tipp für TIA Portal: Da du auf CachyOS bist, stelle sicher, dass der libvirtd Service und die Gruppe korrekt sind, damit du volle Performance hast:
Bash
sudo systemctl enable --now libvirtd
sudo usermod -aG libvirt $(whoami)
(Danach einmal neu einloggen, falls du die Gruppe gerade erst hinzugefügt hast).
Falls er nicht bootet
Was jetzt zu tun ist (Der Boot-Plan)
Da du vorhin den Blue-Screen (Recovery) hattest, ist Windows wahrscheinlich noch auf den SATA-Treiber fixiert. Damit die VM mit der neuen XML (die jetzt auf SCSI steht) startet, musst du den "Abgesicherten Modus"-Trick anwenden:
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SATA-Rückfall: Ändere in der Zeile
<target dev="sda" bus="scsi"/>das Wortscsikurzzeitig zurück insata. -
Booten: Starte die VM. Windows sollte jetzt hochfahren.
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Vorbereiten: * Öffne die CMD als Administrator.
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Gib ein:
bcdedit /set "{current}" safeboot minimal -
Fahre Windows komplett herunter.
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SCSI-Aktivierung: Ändere die XML wieder auf
bus="scsi". -
Finaler Boot:
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Starte die VM. Sie bootet nun in den abgesicherten Modus und lädt dabei den VirtIO-SCSI-Treiber.
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In der CMD (Admin) den Modus wieder deaktivieren:
bcdedit /deletevalue "{current}" safeboot -
Neustart.
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Zusätzlicher Performance-Tipp für TIA Portal
Da das TIA Portal extrem viel auf die Festplatte schreibt (Kompilieren, Projekt-Datenbanken), kannst du, falls du eine SSD nutzt, in der <disk> Sektion noch den Discard-Support optimieren, damit Windows "Trim" nutzen kann:
XML
<driver name="qemu" type="qcow2" cache="none" io="native" discard="unmap" detect_zeroes="on"/>
Zusammengefasst: Wenn du das TPM ergänzt und den Treiber-Switch über den abgesicherten Modus machst, wird das System extrem stabil und schnell laufen. Läuft der Bootvorgang jetzt durch?