1. VM-Konfiguration

  • Chipsatz: Wähle Q35.

  • Grafik: Nutze Virtio oder VGA. Da OpenBSD sehr konservativ mit Treibern umgeht, ist Virtio-GPU manchmal zickig; VGA funktioniert immer.

  • Netzwerk: Verwende das virtio-net-Modell. OpenBSD unterstützt VirtIO-Treiber (vio) hervorragend, was die Performance in der VM deutlich verbessert.

  • Speicher: OpenBSD ist extrem genügsam. 1 GB RAM und 20 GB Disk reichen für den Anfang völlig aus.

2. Der Installationsprozess

Die Installation von OpenBSD ist textbasiert, aber extrem effizient.

  • Autoinstall: Du kannst meistens einfach die Standardvorgaben (in Klammern) mit Enter bestätigen.

  • Sets: OpenBSD installiert das System in sogenannten "Sets" (.tgz-Dateien). Für einen ersten Test solltest du alle auswählen.

  • Firmware: Nach der Installation und dem ersten Booten solltest du als Erstes den Befehl fw_update ausführen, um eventuell fehlende Treiber-Firmware automatisch nachzuladen.

3. Erste Schritte nach dem Booten

Sobald du eingeloggt bist, sind dies die wichtigsten Befehle für den Start:

  • Pakete installieren: In OpenBSD nutzt man pkg_add.

    Bash

    TXT
    # Beispiel für den Editor micro
    doas pkg_add micro
    
  • Berechtigungen: OpenBSD nutzt standardmäßig doas statt sudo. Die Konfiguration liegt unter /etc/doas.conf. Um deinem User Root-Rechte zu geben, reicht oft eine Zeile: permit keepenv :wheel

  • Desktop (optional): Falls du eine grafische Oberfläche möchtest, ist Xenocara (eine modifizierte X11-Version) bereits im Basissystem enthalten. Ein einfacher FVWM-Windowmanager startet standardmäßig, wenn du startx tippst.